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Burgen Gin

Marke/Gin: Burgen Gin

Art: Dry Gin

Herkunft: Deutschland

Alkoholgehalt: 45 % Vol

Hersteller: Schlitzer Korn- & Edelobstbrennerei


Hier könnt ihr das Produkt bestellen

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Beschreibung


Zutaten:

Wacholder, Koriander, Lavendel, verschiedene Zitrusnoten, Anisaromen, weitere Botanicals sind geheim


Story    Herstellung    Design Geruch und Geschmack    Fazit    Passende Tonic Water

Den will ich haben

 

Der Burgen Gin im Test

Wer dem Burgen Gin und seiner geheimnisvollen Aura auf den Burggrund gehen möchte und die Befürchtung hat, einen einfachen Trinkpartner zu finden, sei versichert, dass er keine Enttäuschung erleben wird.
Wir waren es auf jeden Fall nicht als wir nach der Verkostung in die Gesichter unserer Tester sahen und selbst weniger Gin-Begeisterte anerkennend nickten. Es scheint, als hätten die Gründer ein altes Rezept plus uralt gereifte Gewürze in einer vergrabenen Kiste in einer der Burgen von Schlitz gefunden und zusammen mit dem Brennmeister zu einem neuen geheimnisvollen Erlebnis gebrannt. Die Geheimnistuerei schürte auf jeden Fall die Erwartungen – und diese wurden keinesfalls enttäuscht.

 

Story:

Über die Geschichte des Burgen Gins ist genauso wenig bekannt wie über dessen Inhalt und Herstellung. Wir würden, wenn man das Etikett deuten sollte, es als Hommage an die historische Stadt Schlitz sehen. Wer sich kurz mit der Geschichte der Stadt und der Brennerei auseinandersetzt, kann ansatzweise vermuten, woher die Symbolik stammt. Die Stadt selbst ist sehr alt und bekannt für ihre burgähnlichen Bauten und Mauern. Fünf Burgen sorgen, neben der historischen Architektur, für das Stadtbild und die Kleinstadt wird nicht ohne Grund als “Romantische Burgenstadt Schlitz” bezeichnet. Auf dem Etikett können wir unten die Burgen als Wahrzeichen deutlich ausmachen.

Die “Schlitzer Brennerei” kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und zählt zu den ältesten Brennereien Deutschlands. Sie ist zu 90% im Besitz der Stadt Schlitz und zu 10% der Stadt Hünfeld. Neben dem Burgen Gin stellt die Destille über 35 weitere verschiedene Spirituosen her, unter anderem den Burgen Wodka und Burgen Korn. Die Schlitzer Destillerie ist für ihre Nutzung örtlicher Ressourcen bekannt. Man kann also sagen, dass man einen kleinen neuen Historiker in der Hand hält.

 

Die Herstellung:

Wie schon erwähnt, erhalten und finden wir nur wenig Infos über den Burgen Gin. Es wird auf dem rückwärtigen Etikett lediglich vom “Vakuum destillierten Premium Gin” gesprochen. Ein Verfahren, bei dem die Siedetemperatur gesenkt und so eine schonende Trennung der Inhaltsstoffe möglich sei. Nun, das werden wir demnächst herausfinden.

 

Outfit:

Die Flasche des Burgen Gin ist schlicht und einfach gehalten. Klarglas und eine simple Form sprechen hier an und könnten andeuten, wie es um den Gin bestellt ist. Ein Kunststoffkorken verschließt die elegante Flasche und sorgt für ein nettes Flop beim Öffnen. Das Etikett ist schwarz und in Form einer Burgmauer gehalten. Der Schriftzug gibt in kupfernen Lettern den Namen “Burgen” wieder und die in einem burgähnlichen Symbol eingelassene Jahreszahl 1585 das Gründungsjahr der Brennerei. Hier identifiziert sich der Burgen Gin mit der Brennerei Schlitzer Kornbrennerei und der Kleinstadt Schlitz. Die leicht gezeichneten Gebäude im unteren Teil geben bildlich den historischen “Burgenring” der Kleinstadt wieder.

 

Geruch und Geschmack:

Ich gestehe, dass ich auf Grund der Geheimniskrämerei eher eine gemischte Erwartung hatte. Manchmal entpuppen sich einige Gins als “Geruchsfallen”. Stark im Geruch, schwach im Geschmack und die Bedenken konnte ich bis zum Öffnen nicht beiseite schieben. 

Aber mein Tasting-Team und ich wurden überrascht und wenn ich die Gesichtszüge beschreiben müsste, würde ich sagen: andächtig schweigend und dann überzeugt. Der Geruch, welcher klassisch an einen Waldspaziergang oder an gemütliche Abende vor dem Kamin erinnert, lässt sofort Erinnerungen wach werden. Ein sehr angenehmer, milder Kräutergeruch mit waldigen und erdigen Nuancen dominiert den ersten Eindruck. Einhergehend mit einer belebenden Frische und schlicht zu vernehmender Alkoholnote.

Im Geschmack verhält der Burgen Gin sich ein wenig anders. Man merkt den Alkohol anfänglich mehr, welcher jedoch peppig die kommende Geschmacks-Kombo ankündigen möchte. Nahtlos explodiert kurz und unerwartet der mit Botanicals gefüllte Kräuterkorb und formt ein unerwartetes Landschaftsbild. Wir vernehmen angenehm, aber kräftig den feurigen Geschmack von Pfeffer, das Erdige und Waldige vom Koriander und das belebende Gefühl von Anis und Zitrusnoten. Im Abgang vernimmt man leicht den Wacholder, der mit seinem kleinen Auftritt seine Anwesenheit noch einmal absichern wollte. Man kann hier kein dominantes Element nennen, ohne die anderen auch zu erwähnen. Ein, unserer Meinung nach, perfektes Zusammenspiel der verschiedenen ins Verhältnis gebrachten Ingredienzen. Auf Eis verliert der Burgen Gin schnell seine Aura und die Spaziergänge wirken dann eher wie ein kurzes “vor die Tür gehen”.

 

Passende Tonic Water zum Burgen Gin:

Auch als Gin and Tonic entpuppt sich der Burgen Gin als idealer Tanzpartner und zeigt sich auch hier von seiner besten Seite.

Zu einem klassischen Gin könnt ihr mit einem klassischen Tonic Water wie das Thomas Henry oder das Goldberg Tonic Water punkten. Hier merkten wir, dass ein dezentes Verhältnis wichtig ist, denn zu viel und der Gin verliert schneller an Wirkung als man vermuten würde. Aber richtig getroffen ist es wie ein erfrischender Windzug bei deinem Spaziergang.

Der Hersteller selbst empfiehlt einen Mix mit dem Goldberg Ginger – scharf, belebend und sicher etwas ganz anderes.

Wem das klassiche Tonic Water zu viel ist, kann sich am Dry Tonic Water probieren. Zwar spalten sich hier die Gemüter, doch den Experimentierfreudigen erwartet ein abgerundeter G&T mit bitter-trockener Kräuternote.

Überrascht hat einige von uns das etwas andere Cucumis Blubberwasser mit Lavendel. Wer vermutet, der Gin würde hiermit untergehen, der irrt. Dezent verwendet, werdet ihr ein freches, erfrischendes Sommer-Getränk genießen können. Klar schmeckt man den Lavendel heraus, aber die Kräuternuancen des Burgen Gins können wunderbar mitspielen.

Fazit zum Burgen Gin:

Eine Kräuterbombe auf hohem Niveau und dennoch charmant und ausgeglichen gewinnt der Burgen Gin mit seinem kräftigen Aroma schnell an Fahrt und überzeugt kurz darauf mit einem harmonischen, aber starken Höhepunkt. Hier spielen alle Ingredienzen zusammen ein augenscheinlich perfekt abgestimmtes Spiel. Selbst die wenig Gin-Affinen mussten dem Burgen Gin ihre Anerkennung zollen. Frisch und munter, solide und dennoch überzeugend – jeder Kräuter-Begeisterte sollte den Burgen Gin einmal probiert haben. Denn ein Besuch seiner eigenen kleinen Waldspaziergänge ist immer eine Reise wert.


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