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Plymouth Gin

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Marke/Gin: Plymouth Gin

Art: Plymouth Gin

Kategorie: Kräuter Gin

Herkunft: Großbritannien

Alkoholgehalt: 41,2  % Vol

Hersteller: Pernod Ricard Deutschland GmbH, Habsburgerring 2, 50674 Köln

Allergene: enthält SULFITE


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Beschreibung

Zutaten:

Wacholder, Koriander, Zitronenschalen, Orangenschalen, Angelikawurzel, Schwertlilienwurzel, Kardamom 

Plymouth Gin - Ein Stückchen britische Geschichte

Der Plymouth Gin ist einer der traditionsreichsten und bekanntesten Gin-Sorten der Welt. Das hat viele Gründe aber fangen wir von vorne an. Beim Plymouth Gin handelt es sich um eine geschützte Herkunftsangabe, womit er einer der wenigen Gins ist, die sich aus diesem Gefilde auch wirklich so nennen und somit eine eigene Kategorie für sich beanspruchen dürfen. Respekt.
Bekannt geworden ist der Gin durch die weitreisende britische Royal Navy (welche sicher den Navy Strength bevorzugte) und seinem milden und ausgeglichenen Geschmack. So war er zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer der bekanntesten britischen Gin-Sorten weltweit und hatte mit Sicherheit großen Anteil an der Geschichte des Gins und des Landes. Bis heute hält die Faszination des Plymouth Gin an und findet sogar im berühmten Savoy-Cocktail-Buch Erwähnung – bis heute der einzige Gin. Ebenso darf der Plymouth Gin eine lange Liste an Auszeichnungen sein Eigen nennen.

Story zum Plymouth Gin:

Produziert wird der Plymouth Gin in der südwestlichen Küstenstadt Plymouth, genauer gesagt in der Black Frairs Distillery, die als einzige Destille den Gin bis heute noch nach Originalrezept herstellt. Die Destille hat seit 1793 seinen Haupt- und Produktionssitz in einem ehemaligen dominikanischen Kloster, welches dort 1431 seine ersten Grundmauern errichtete. Sie zählt zu den ältesten noch arbeitenden Destillen der Welt.


Bis zum Jahre 1850 war Plymouth der Lieferant der britisch-königlichen Marine und gilt bis heute als “inoffizielles Leibgetränk” der Royal Navy. Diese sorgte dafür, dass der Gin quer um die Welt reiste und als “gun powder”-Version nicht nur die Herzen und Leber der Matrosen, sondern auch als Handelsgut (und in der milden Version) die unterschiedlichsten Häfen der Welt eroberte. Es war Tradition in der Royal Navy, dass alle neubeauftragten Schiffe ein “Plymouth-Starter-Kit” erhielten. Eine Holzkiste mit zwei Plymouth Flaschen (natürlich Navy Strength) und passenden Gläsern. Von der Navy nicht nur zum “medizinischen Zweck” und als Genussmittel verwendet, war der Plymouth Gin um 1900 der meistverkaufte Gin der Welt. Angeblich sogar das Lieblings-Gin von Roosevelt, Hitchcock und Chirchill. Dies mag er heute vielleicht nicht mehr sein aber viele vermuten, dass unter anderem daher die große Beliebtheit bis heute anhält.

Herstellung:

Die traditionsreiche Destillerie arbeitet natürlich nach traditionellem Verfahren und seit je her nach dem ursprünglichen Originalrezept. Basis bilden hier ausgesuchte Getreidesorten und das reine Wasser des Dartmoor National Parks.
Die besonders hochwertige Qualität wird durch die dreifache Destillation gewährleistet. Sieben verschiedene Botanicals finden hier zu einem harmonisch abgestimmten Aroma zusammen, während auf Bitterstoffe vollkommen verzichtet wird. Mit nur 41,2 Vol. ist der Plymouth Gin ein recht milder und gibt die unverkennbaren Aromen schnell frei.

Design:

Sagt was ihr wollt, aber die Flasche hat irgendwas. Flach, leicht rundlich und ein abgerundetes Design geben für mich klar wieder, der Plymouth Gin weiß, was er ist. Als ob die jahrelange Erfahrung der Seefahrt und des Reisens ihm seine Kanten und Ecken weggeschliffen hätten. Die Est. 1793 im Glas eingelassene Zahl kurz vor dem Flaschenhals gibt stolz die Geburtsstunde des Plymouth Gins und der Destille wieder. Kupfern schimmert der Verschluss am Kopf der Flasche und ein Siegel gibt auch hier nochmal detailreich wieder wann der Gin die Welt erobert.

Das ovale Etikett, mit deutlichen weißen Lettern, gibt elegant den Namen Plymouth Gin wieder. Ein Schiff in der Mitte zeigt den Bezug zur Seefahrt und dem abenteuerlichen Geschichten, welche der Gin seit jeher miterleben durfte. Im feinen Schriftzug ist im unten Teil des Etiketts die Destille noch einmal benannt. Ebenso am unteren Teil der Flasche selbst. Ein Mönch zeigt vermutlich den Bezug zum alten Kloster, in dem die Destille seinen Hauptsitz hat.

Geruch und Geschmack:

Der Plymouth Gin ist beim Nosing so angenehm wie angekündigt. Den Alkoholgehalt bemerke ich so gut wie gar nicht. Es geht eine leichte milde Note von ihm aus und der Wacholder ist dezent im Hintergrund zu vermerken. Die Frische durch die Zitrus- und Orangennoten empfinde ich ebenfalls als leicht und ausgewogen und eine leicht erdig, warme Nuance von den verschiedenen Wurzeln, welche sich durchzieht, spielt hier zusammen mit den anderen Aromen ein angenehmes Teamspiel.

Auch im puren Geschmack ist der Plymouth Gin wie beschrieben und in vielen Bewertungen gefeiert. Ich verstehe langsam, warum man sich in diesem milden und soliden Klassiker verlieben kann. Er ist ein perfekt ausbalanciertes Zusammenspiel der verschiedenen Zutaten und für jeden etwas dabei. Es beginnt mit der erfrischenden Seite der Zitrusfrüchte, welche dem Gin seine lebendige Nuance geben. Der Wacholder entwickelt sich mit der Zeit im Mundraum und dazu stoßen sanft und warm die erdigen Noten der verschiedenen Wurzeln. Es ist für mich schwer zu ertesten welche hier hervorsticht, denn der Gin ist wirklich ein ausgeglichenes Beispiel von Destillierkunst. Mit etwas Eis wird diese Milde sogar noch etwas leichter und der Gin gewinnt noch etwas blumiges dazu.

Passende Tonic Water:

Bei einem solch ausgeglichenem Gin wie dem Plymouth Gin benötigt man eher ein ebenso ausgewogenes Tonic Water. Also probierte ich den Plymouth Gin mit Thomas Henry Tonic Water und Fever Tree Indian Tonic Water. Beide waren gut geeignet. Das Thomas Henry kitzelte noch ein wenig mehr die Zitrusnuancen aus dem Gin, während das Indian dem Gin seine ausgeglichene Komplexität ließ und ihm eine weitere Frischenote verlieh.
Ich glaube, man kann sich hier mit den Tonic-Sorten probieren, je nachdem, welche Nuance ihr bevorzugt aber generell kann ich sagen, lasst den Gin so ausgeglichen wie er ist und genießt einfach diese Balance.

Fazit zum Plymouth Gin:

Ich muss gestehen, dass meine Erwartungen beim Plymouth Gin durch viele Berichte schon ein wenig geschürt waren aber in allem hielt der Gin, was er zu versprechen suchte – Nicht mehr und nicht weniger. Für mich ist er ein goldenes Mittelmaß, welcher sich zwischen den Old Tom Gins und den London Dry Gins bewegt und mit Recht mit einer eigenen Kategorie belegt wurde. Nicht so süß und nicht so bitter wie die bekannte Kategorien.

Ich habe es aufgegeben mich auf eine Geschmacksnuance zu konzentrieren und die Ausgeglichenheit des Gins einfach auf mich wirken lassen. Warm, angenehm und doch irgendwo erfrischend, ist der Plymouth wirklich die “Ausgeglichenheit in Person” und auch als Gin and Tonic ein echter Genuss. Mit einer Zitruszeste oder einem Rosmarinzweig garniert, ist für den Gin nicht viel nötig um ihn ausgiebig genießen zu können.

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