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Ready for f**** take off – Aviation Gin take that flight

Ein GINterview mit Ryan Reynolds

Haaach Ryan.

Hörte ich eine gute Freundin sagen, als wir den gefühlt 100sten Spot über Ryan Reynolds und dem Aviation Gin anschauten (so viele gibt es gar nicht, aber man schaute sich ein und denselben immer wieder an).
Recherche kann manchmal hart sein, aber in diesem Falle war es eine Stunde geballte Ladung “Ryan AirGin” (Ryan Aviation Gin, Ryan Reynolds Gin, Ryan Gin). Da kam mir der Gedanke … flach wie er ist … wie würde ein Interview mit Ryan wohl so ablaufen, käme ich jemals zu der Ehre (Bredouille) ihn zu treffen?!

Ein Hinterraum einer Messe, provisorisch eingerichtet. Es riecht nach Feuchtgkeit, Abwaschwasser und Fit. Eine Plakatwand, mit dem Aviation Gin, bildet den Hintergrund der Interviewszenerie, welche immer noch versucht wird perfekt auszuleuchten. Ich sitze nervös auf meinen Stuhl, in der Hand ein Zettel mit ein paar Fragen, die ich schon längst wieder vergessen habe. Die Angst, dass man auf Ryans Sarkasmus reinfällt, ist allgegenwärtig. Der Kameramann wackelt mit seinem Schlüsselband, der Lichtguru hantiert seit einer halben Stunde an ein und derselben Schraube und der Manager fusselt mir das Ohr voll, wobei er weiß dass ich ihm schon gar nicht mehr zuhöre.

An mir fummelt eine Dame mit einem Minimikrofon herum, ja genau die Dinger, die man vom Film und Fernsehen kennt. Prinzipiell bin ich erfreut über das Fummeln, aber genau hier kriege ich überhaupt nichts mehr mit. Ein eigener, ziemlich quer laufender Film läuft in meinem Kopfkino und das nicht zwingend zum besten. Was wird heute alles passieren?!
Ich wurde abgelenkt. Zwickt da meine Unterhose oder hat sie sich mit dem Kabel vergriffen? In dem Augenblick schwang die Tür zum Lager auf, der Lärm der Messe strömte in den Raum. Die Zeit, Luft und das Kabel an meinem hinteren Teil der Hose schienen stehen zu bleiben. Hole ich jetzt schon meine Deadpoolmaske raus oder lasse ich sie lieber wo sie ist?! Entspannung. Ein Gläserwäscher … Dieser schaut uns mit großen Augen an. Richtig Junge, es war ein steiler Weg, bis zu diesem holzigen, sehr unbequemen Stuhl. Der Lärm verklang so schnell wie er kam.

BCB 2021

Es ist die Bar Convent Berlin 2020, ein fester Termin in meinem Kalender. Gedankenversunken und immer noch wie ein Schuljunge mit seinem ersten Referat vor der gesamten Schule, nein der gesamten sche** Kleinstadt und zufällig dem Mädchen dem man damals hinterher hechelte, zusammengenommen – Ja ich bin nervös. Das darf man auch sein.
Doch dann … mit einem vibrieren in der Luft und dem plötzlichen einstellen des Slowmotionact, der nur an Hollywood grenzen kann, kam er. Ryan f**** Reynolds. Die Tür schwang auf, Manager und weitere mir unbekannte Menschen betraten den Raum und dazwischen, lächelnd und sichtlich relaxt der Ryan. Im Anzug, natürlich, Eyeliner und total adrett mit einer Gangart, die mich gleich an besagten „Frauen-Anschwärm-Moment“ erinnert. Einem, bei denen die Höschen der Mädels eine 360 Grad Drehung vollziehen können und das „Ooiiiii“ diesmal nicht der niedlichen Katze gewidmet, sondern dem Manne in Rüstung galt.

Ich hasse dich Ryan Reynolds. 

Mit einem coolen lockeren Schwung kam er auf mich zu. Ich stand, ohne es zu merken, schon längst und wir gaben uns die Hand, um uns daraufhin wieder zu setzen.

Ein kurzes Check up der Kabeldame, die vermutlich ihr ganzes Leben lang auf diesen kabelhaften Moment hingearbeitet hat, um einem Star, das alles anzulegen. Jedoch anders als bei mir, wurde alles kurz und knackig bei ihm in die Innentasche des Jacketts gepackt. Aja. Licht stimmte, ein kurzes abpudern bis die Luft stand und die Cams für Youtube fingen an mitzuschneiden.

Ich leicht nervös:” Hey Mr. Reynolds. Schön Sie endlich kennenzulernen und es freut uns sehr, dass Sie Zeit gefunden haben. Bei diesem Trubel auf der Messe sicher nicht ganz einfach.”

Ryan. “Bitte nenn mich Ryan und ja es ist schon echt eine Menge los da draußen.”

Ich: “Sehr cool.”

Ryan: “cool.”

Da war er … der Moment des Schweigens und des Zitterns und das Interview hat doch grad erst angefangen. Ich schaute mit einem Blick auf meine kleinen weißen Notizzettel, die man mir vorgefertigt in die Hand gedrückt hatte und sah … nichts … Ich muss improvisieren. Und zwar schnell … sonst …

Ryan: “Hey, könnte ich einen Gin haben, am besten den Aviation. Ich denke, du brauchst auch einen. Dieses Laufen macht durstig.” zwinkerte er mir freundlich zu.

Ich: “Oh Gott. Ja.”

Kling, klang, klong. Das Eis findet seinen angestammten Platz, dass seelisch beruhigende Geräusch eingießenden Gins in einen Tumbler und 2 Min. später hatten wir einen Aviation Gin-Soda in der Hand. Ein Spritzer Zitrone, eine Zitrusscheibe lockerte die Optik und ja, der Gin die Zunge.

Los gehts.

Ich: “Ryan, wir wissen mittlerweile alle, wie der Gin und du zusammengefunden haben und auch deine Fluchtmomente bei den kommenden Fragen haben wir vorausgesehen und den Raum vorsichtshalber verschlossen. Dennoch muss ich dir diese Fragen stellen, die du vermutlich schon den ganzen Tag beantwortest.” Wir lachten … er schaute zur Tür und der Blick danach war einfach … naja einfach Ryan.

Ich: “Also nochmal … was zur Hölle hat dich zum Gin gebracht?!”

Ein kurzer unberührter Blick, Pokerface und das nippen an seinem Glas schien Minuten zu dauern. Abgestellt und grinsend sagte er.

Ryan: “Ja was zur Hölle … sagen wir einfach, es war göttliche Fügung. Ich hatte mit Gin vorher nicht so viel zu tun und selbst bis heute weiß ich nicht mehr darüber, außer, damn i like this.” Gelächter.

“In einer Bar in Vancouver kam ich das erste Mal mit dem Gin in Berührung, in Form eines Negronis und ich wollte wissen, was da drin ist. Herr Gott, das klingt wie eine schnulzige Romanze, meine Frau bringt mich um, aber ich mach mal weiter.”

In einem tiefen erotischen Ton erzählte Ryan die Geschichte seiner Liaison und das ganze Team begann zu lachen. Die Kamera wackelt leicht, die Tondame schlug ihre Hand vor den Mund und die Make-up-Dame verlor beim lachen immer mehr Puder bis die Luft zum schneiden war. Da war er, dieser lockere Moment in dem ein Interview kein Interview mehr ist, sondern fast wie ein lockerer Talk zwischen zwei Menschen, die sich für dieselbe Sache interessierten.

Ryan, schmunzelnd, im tief erotisch klingenden Ton (Ja ich weiß Mädels, ihr wärt jetzt gern hier).:

“Also, es war in Vancouver. Dieser Negroni sorgte für einen stillen Moment, einem dieser Momente in dem die Zeit für mich stehen blieb. Mein Blick wanderte kurz darauf zum Barkeeper, verliebt und berauscht vom Drink und er wusste was los ist. Der Barkeeper nahm mein kurzes andächtiges Schweigen als Möglichkeit und schrie über den Tumult der Bar: AVIATION!!!”

Wir zuckten alle zusammen und lachten laut los. Als Ryan das Wort nach dem kurzen ruhigen Intro heraus schrie, klebten wir mittlerweile in einer lauschenden Position, damit wir das Blatt im Winde hören konnten. Es fiel jedoch wie ein Betonklotz zu Boden und alle waren wieder da.

Ryan weiter im normalen Ton: “Nein, es war ein Gin, der fernab vom klassischen Wacholdergeschmack ist und mich daher so überraschte. So recherchierte ich ein wenig und fand heraus, dass die Jungs Christian und Ryan, also der andere Ryan, ich bin der coole Ryan, den Aviation Gin schon seit 2006 am Markt hatten. Da wusste ich nur, dieser göttlichen Fügung musste ich nachgehen und wollte unbedingt da mitmischen.”

Ich: “Was konntest du zum Team beitragen?”

Ryan: ”Nichts.”

Alle lachten.

Ryan: “Nein, ich wollte einer Ambition nachgehen und ich finde selten trifft man auf etwas, das einen so sehr mitnehmen kann. Die Jungs machen ihren Job schon lange und gut und da wollte ich meinen Teil zu beitragen und ein Stück amerikanischer Geschichte mitschreiben. Macht sich gut so … als Kanadier. Im Lebenslauf. Hörte ich.”

Ich: “Ryan, erzähl mir etwas über die Geschichte vom Aviation Gin.”

Ryan: “Der “The Aviation” ist ein berühmter klassischer Cocktail aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Ah, man ich fühle mich grad selbst wie ein Klugscheißer. Also, der Gin ruht auf der Prämisse dieses Cocktails, dass der Spirit mehr Aufmerksamkeit im Cocktail erhält. Vor der Prohibition war das ein gern gesehenes Arrangement an den Bars. Nach dem großen Verbot waren diese Cocktails und dessen Spirits so gut wie ausgestorben. Christian und Ryan wollten eben diesen “Way of Spirit” wieder gehen und einen amerikanischen Klassiker wieder in die Bars bringen.”

“So haben sie mich wohl gekriegt, mit einem staubigen Drink aus den 20ern.” 

Sein viel-Nichtssagender Blick in die Kamera bleibt einfach so „Deadpool“.

Ryan: “Ich kam Anfang 2018 dazu und nachdem ich mich mit dem aktuellen Besitzer arrangiert habe, bin ich dabei und es macht … ihr könnt es euch denken … ein riesen Spaß.”

Ich: “Eine Frage, die wohl eher für Insider gedacht ist aber nutzt ihr ein besonderes Herstellungsverfahren?”

Mit seinem “Werbegesicht” schaute Ryan in die Kamera und meinte:

“Hier setze ich den freundlichen Werbesport in Szene, für den wir so hart gearbeitet haben.”

Der Spot endete.

Ich, immer noch grinsend wie ein Vollidiot, wurde immer lockerer. Woran ich das erkenne? Ich erkenne wieder, was auf den Kärtchen steht.

“Welches Tonic Water empfiehlst du am ehesten dazu oder gibt es einen passenden Cocktail, der dir einfällt, der für die heimlichen Bars gut umzusetzen ist?”

Ryan: “Oh genau mein Bereich. Selbst ich als Newbie weiß, dass zu kräftige Tonic Water den Gin verfälschen. Ich persönlich halte mich an elegante klassische Tonics oder Soda Wasser. Mit einer Orangen oder Zitrusschale garnieren, fertig, genießen. Aber als Cocktail, passt natürlich namentlich der Aviation. Weitere fantastische Cocktails sind zum Beispiel unser “Negroni Upgrade” oder der “Bee Knee”. 

Ich: “Was macht den Aviation so besonders?”

Ryan, ein Blick in die Runde zum Manager und es wurden zwei Tumbler mit Aviation Gin, etwas Eis in einer stillen Andacht gereicht. Wir probierten zugleich den Gin. Gott, ich trinke mit Ryan Gosling … sorry, mit Ryan Reynolds seinen Aviation Gin … ich klinge wie ein verdammter Teenie auf Droge, aber ist das der Moment, worauf ein Ginfluencer hinarbeitet oder ist das ein Moment meiner Arbeit?!

Nach einem kurzen Nosing, nippte ich an dem Gin und ein warmes Gefühl breitet sich aus. Die eh schon dezente Wacholdernote, wie versprochen, hält sich hier sehr im Hintergrund. Es dominiert eher blumiger Lavendel und erdiger Kardamom, kombiniert mit einer frischen Zitrusnote. Alles zusammen ein wunderschön weiches und smoothes Zusammenspiel ohne aufdringlich und dominant zu sein.

Als ich von dem Gedanken und dem feinen Geschmack des Gins zurück in die Realität kam, schmunzelte der Hintergrund. Es war ruhig. Ryan saß grinsend und wissend mir gegenüber, wie jemand, der den gegenüberliegenden Gesichtsausdruck mehr als gut zu kennen scheint. 

Ich: “Ich muss das sagen, ich weiß, aber Gott ist das ein smoother Gin.

Ryan nickt : ”Ich weiß.”

Ich: “So locker und weich.”

Ryan nickte weiter: “Ich weiß.”

Ich: “Simpel und dennoch aussagekräftig.”

Ryan: “Ich weiß.”

Ich: “Ein sanfter Sommergarten, der sich kombiniert mit …”

Ryan: “Du übertreibst.”

Ich nickte zustimmend: “ …. Ich weiß.”

Eingespielt, wie auf den Kärtchen stehend, schauten wir beide zeitgleich zur Kamera und Ryan brachte, gemütlich sitzend in seinem Stuhl, den Aviation Gin auf seinem Schoß (Wann kam der denn da hin?) , seinen spontan-Slogan.

“Aviation Gin – Meine Tränen in Flüssigform.”

Es lachten wieder alle … Der Spaß war vorbei, cut over and out und auch wenn er nur wenige Minuten dauerte, so war es mal etwas anderes. Handshake mit Ryan. Wir bedankten uns für das Interview und seine kostbare Zeit. Ich wasch mich dennoch wieder und schon war er so schnell weg, wie er gekommen war. Gefolgt von seinem emsig fleißigen Bienchen, die ihn wie ein Schwarm Fliegen umgaben. Vermutlich zum nächsten langweiligen Interview.

Ich stand wie angewurzelt da und die Präsenz, die eben noch den Raum erfüllte, war beinahe verflogen. Ich setzte mich langsam auf meinen Stuhl zurück, das Glas Gin und die Flasche standen noch auf dem kleinen Beistelltischchen und ich nahm das Glas nochmal in die Hand. Mein Blick fiel auf diese einzigartige Flasche, flach, geriffelt, lang und mit einer Geschmeidigkeit in der Hand liegend, die wie geschaffen war sich einen einzuschenken. Sie erinnert einen an einen eleganten Flachmann. Halt nur für Überflieger.

Die Ruhe die mich nach dieser aufregenden Minute überkam war allgegenwärtig. Es war totenstill.

Ich nahm einen Schluck Gin, schloss die Augen und genoss das eben Geschehene, von dem ich keine Ahnung habe, ob es grad wirklich passiert ist. Die Deadpool-Maske hing noch an dem kleinen Tischchen, gleich neben der von Green Lantern.

Man sagt, Gin sind besondere Momente in flüssiger Form festgehalten, um sie immer wieder genießen zu können.

Als ich bemerkte, dass die Cam die ganze Zeit mitlief, prostete ich in Richtung der zuschauenden Youtuber:

“Moments …”

Ich exte den Gin und verschluckte mich plötzlich, als ich merkte, wie jemand charmant das Kabel von meiner hinteren Teil der Hose abzupfte. Ich atmete tief durch und verließ das Kamerafeld.

Zurück auf meiner Couch, einem Glas seicht gefüllt mit dem Aviation Gin, endete das nächste Video von Ryan und Hugh Jackman “Truce”, dass ich mir natürlich gleich nochmal anschauen musste.

Danke Ryan Gosling … ich meine Reynolds … für diesen AusFlug.

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